HEROES - gegen Unterdrückung in Namen der Ehre - Ein Projekt für Gleichberechtigung von Strohhalm e.V.
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Positionen

Das Projekt HEROES® - gegen Unterdrückung im Namen der Ehre. Für Gleichberechtigung.

Was macht das Projekt aus?

  • gendersensible Jungen*arbeit: langfristig und nachhaltig durch lange Anbindung der Heroes ans Projekt und ergänzend zu bestehenden Mädchenprojekten, sodass hier eine Lücke gefüllt wird
  • Schutzraum: in dem Jungen* aus ehrkulturellen Kontexten ohne Verurteilung durch Gruppenleiter*innen aus Ehrkulturen sprechen können
  • genderreflektierte Vorbilder: in Form der Gruppenleiter*innen, die Beziehungsarbeit leisten und Anforderungen in der Familie, im Freundeskreis, sozialen Umfeld usw., wie z.B. starre patriarchale Strukturen/traditionelle Geschlechterrollen etc., ausgleichen
  • Expertentum: Jungen*, die Diskriminierung erfahren, treten als Experten in Workshops auf und werden so empowert
  • Nachhaltige Veränderung der Gesellschaft, da die Jungen* sich mit ihrer Rolle und Gleichberechtigung beschäftigen und dies leben. Dies unterstützt die psychische Gesundheit. Der Austausch erfolgt über das Projekt hinaus, z.B. mit Familien und Freundeskreis. So werden die Themen generationsübergreifend behandelt, dies stärkt die Heroes in einer geschlechtergerechten Erziehung der Kinder innerhalb der eigenen Familien.
  • intersektionaler Ansatz
  • Vielzahl Mitarbeitender mit unterschiedlichen Qualifikationen (Critical Whiteness-Trainer*innen, Diversity-Trainer*innen, Sozialarbeitende, Politik- und Genderwissenschaftler*innen, Soziolog*innen, Kulturwissenschaftler*innen, Theaterpädagog*innen etc.) im HEROES®-Netzwerk, mit 11 Standorten in Deutschland und Österreich, die einen mehrperspektivischen professionellen Blick und Kompetenzen einbringen
  • Unser Ziel: Stärkung eines gleichberechtigten gesellschaftlichen Miteinanders, unabhängig von Geschlecht, soziokulturellem Hintergrund, religiöser Zugehörigkeit oder sexueller Orientierung.

 

Und was macht das Projekt nicht:

Wir bedienen keine (antimuslimischen) Rassismen, weil wir Jungen* mit gelesener Migrationsgeschichte zu Heroes qualifizieren.

Als feministisches Projekt wissen wir, dass die patriarchalen Strukturen tief verankert sind, auch in der Mehrheitsbevölkerung. Daher werden die Workshops und Fachkräfteausbildungen offen für jegliche Teilnehmende angeboten. Doch es ist eine wissenschaftlich gut untersuchte Tatsache, dass der Ehrbegriff und die damit einhergehende Ungleichbehandlung sowie die Unterdrückung von Frauen, aber auch der Druck auf Männer – die eine bestimmte männliche Rolle erfüllen sollen, auch wenn sie diese nicht fühlen – ein Bestandteil des Patriachats ist. HEROES® hat zur Aufgabe gemacht, sich genau mit diesen Jungen* zu beschäftigten, die mit Ehrkonzepten in ihrem Umfeld in Kontakt kommen, dieses Konzept problematisch finden, sogar darunter leiden und etwas ändern möchten. Ihnen wir ein Schutzraum für die Auseinandersetzung mit diesen Themen gegeben. Es ist ebenso relevant, dass sich alle Jungen* und Mädchen mit dem Thema „Patriarchat“ auseinandersetzen, aber HEROES® kann nicht alle Bedarfe abdecken. HEROES® unterstellt damit nicht allen Jungen* mit Migrationsgeschichte, dass sie ehrkulturell erzogen werden, spricht aber ausschließlich diese Jungen* an.

Keiner der Jungen* wird von irgendeiner Autorität dazu gedrängt, sich bei HEROES einzubringen. Sie tun dies aus eigenem Interesse an den Themen des Projekts. Darüber hinaus engagieren sie sich freiwillig und entscheiden selbstständig, welche Themen für sie relevant sind und in welcher Form diese bearbeitet werden können. Sie finden einen geschützten Raum, um zu benennen, worunter sie leiden und ihren Wunsch nach Veränderung auszudrücken. Wir legen einen Empowerment-Ansatz zugrunde.

Für uns bedeutet Ehre nicht gleich Islam.

HEROES® ist kein Projekt nur für muslimische Jungen*, sondern Jungen* aus allen traditionellen-kollektiven Kulturen. Zudem bestehen bei den Heroes sehr unterschiedliche Haltungen zu Religion und trotzdem spielen Ehre und traditionelle Geschlechterrollen eine Rolle im Leben aller Heroes und Schüler*innen.

HEROES® arbeitet nicht mit (potentiellen) Tätern von Ehrenmorden/stark patriarchal denkenden jungen Männern und leistet keine klassische Integrationsarbeit.

HEROES® versteht sich als primäres Gewaltpräventionsprojekt, distanziert sich aber von (potenzieller) Täterarbeit und Kriminalprävention. Somit arbeitet HEROES® nicht mit (potenziellen) Tätern von Ehrverbrechen, von denen der Ehrenmord nur die aufsehenerregende, aber seltene Spitze des Eisbergs ist. Es geht HEROES® darum einen Raum zu schaffen, in dem Themen behandelt werden können, die im schulischen oder privaten Kontext nicht, oder nicht in dem Ausmaß, behandelt werden. Es gibt keine "Erziehung" oder vorgeschriebene „Werte“, die bei der Zertifizierung erreicht werden müssen, sprich HEROES® ist kein Integrationsprojekt. Sie werden hierbei von Gruppenleiter*innen begleitet, die unter denselben Zuschreibungen leiden. So kann das Engagement der Jungen* als Handlung gelesen werden, sich gegen rassistische Zuschreibungen zur Wehr zu setzen und einer Mehrfachdiskriminierung entgegen zu wirken (Gender+Migration). Die Jungen* erhalten die Möglichkeit einschränkende, ausgrenzende und gewaltlegitimierende Aspekte von Traditionen kritisch zu reflektieren und gegebenenfalls abzulehnen, ohne Furcht vor dem Verlust der eigenen Herkunftskultur. Der Begriff Integration findet nur im Zusammenhang mit Partizipation Verwendung. Durch eine aktive Mitgestaltung des gesellschaftlichen Aushandlungsprozesses entsteht ein Engagement über post-migrantische Communities hinaus.  

Wir teilen nicht alle Ansichten ehemaliger Mitarbeitenden.

Wir arbeiten hierarchiefrei, teamorientiert und reflektieren unsere Ansichten stetig. Allerdings haben ehemalige Mitarbeitende das Recht auf ihre eigene Meinung. Dies bedeutet in keinem Fall, dass diese vom Projekt HEROES immer geteilt werden.

Stand Januar 2021

Besonderen Dank für die Unterstützung

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